Albert Watson und Mickey Rourke
© Getty Images Albert Watson und Mickey Rourke

Albert Watson Mit Leib und Seele bei der Arbeit

Aus einer schottischen Arbeiterstadt bis an den Hof des Königs von Marokko - Albert Watson fotografiert Stars, Könige, Socken und Landschaften und gilt als einer der vielseitigsten Fotografen

Ab dem 21. September zeigt das Düsseldorfer NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in einer großen Retrospektive die Werke des Fotografen Albert Watson aus den verschiedenen Perioden seines bisherigen Schaffens - Werke über die gängigen Genregrenzen hinweg, die ihm den Ruf einbrachten, einer der bedeutendsten Fotokünstler des 20. Jahrhunderts zu sein.

Von Geburt an auf einem Auge blind, war für den Schotten dieser Weg nicht gerade programmiert. In seinem 14.000 Seelen fassenden Heimatort Penicuik gab es nicht viel, was es zu fotografieren gelohnt hätte. Dennoch wusste der erst 14 Jahre alte Albert Watson, dass das Fotografieren sein Leben bestimmen sollte, als er seine erste Brownie-Box in Händen hielt. Er verließ den Ort Richtung Dundee und studierte Grafik-Design, um wenig später in London am Royal College of Art Film und Fernsehen zu studieren. Dort machte er eine Begegnung, die für sein weiteres Fortkommen und künstlerisches Schaffen entscheidend sein sollte: die mit Fotografieprofessor Joe Mackenzie. Watsons erstes technisches Know-how formte sich in der Zeit, die er und andere Studenten Stunden um Stunden mit ihrem Professor in Dunkelkammern verbrachte.

Albert Watson und Kate Moss - letztere zumindest an der Wand
© Wireimage.comAlbert Watson und Kate Moss - letztere zumindest an der Wand

1970 zog Albert Watson in die Vereinigten Staaten und lernte dort einen Art Director von Max Factor kennen, der ihm erste Fotoaufträge erteilte. Arbeiten für "Harper's Bazaar", "GQ" und "Mademoiselle" folgten. 1976 arbeitete er erstmals für "Vogue" und zog nach New York. Schon bald hatte er auch Größen des Showgeschäfts vor der Linse. Er fotografierte Alfred Hitchcock, Clint Eastwood, er lichtete Mick Jagger ab - dessen Konterfei in dem Kopf eines Tigers sollte ein weltberühmtes Bild werden. Auch Kate Moss, Johny Depp, Pamela Anderson, Uma Thurman, Waries Dirie, David Bowie und viele mehr fanden den Weg vor Albert Watsons Objektiv. Bei der Hochzeit Prinz Andrews mit Sarah Ferguson im Jahre 1986 war er der offizielle Fotograf - noch heute ist er übrigens Hoffotograf von Marokkos König Mohammed VI.

Insgesamt kann Albert Watson ein beeindruckendes Oevre vorweisen: Mehr als 250 Titelfotos alleine für die verschiedenen "Vogues" auf der ganzen Welt gehen auf sein Konto, dazu unzählige andere Modeshoots. Aber auch 650 Werbefilme und Musikvideos hat er als Regisseur gedreht, was seine Vielseitigkeit verdeutlicht.

Weiter zur nächsten Seite
Übersicht zu diesem Artikel
  • Seite 1 / 8