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Adriano Sack Plattform für neue Street-Fashion

Mit seiner Website ilikemystyle.net hat Adriano Sack eine Plattform für neuen Street-Style geschaffen. Im GALA-Interview spricht er über Neugier und modischen Wagemut

Gala: Street-Style wurde bisher immer mit dem eher schlunzigen Berlin-Mitte-Look verbunden. Was hat sich mittlerweile verändert?

Adriano Sack: Der Begriff Street-Style ist Marketingdeutsch und nur fürs Textilmessenmilieu geeignet. Auf der Straße hat man schon immer jeden Stil entdecken können. Kommt natürlich auf die Straße an und wie genau man hinsieht.

Gala: Was macht den Look auf Ilikemystyle aus?

Sack: Es gibt keinen Ilikemstyle-Look. Das Spektrum reicht von langbärtigen New Yorker Fashionistas in Junya Watanabe und Bless bis zu Schulmädchen in Singapur in American Apparel. Was die Nutzer verbindet, sind modischer Wagemut und Neugier.

Adriano Sack: Gründer der Street-Styleplattform www.ilikemystyle.net
© PRAdriano Sack: Gründer der Street-Styleplattform www.ilikemystyle.net

Gala: Warum gilt heute ein Mix aus American Apparel, Hermès Carré und Fake-Dior-Tasche als schick?

Sack: Ein eigenwilliger Mix - Couture und Basic, teuer und billig, Label und Vintage - galt schon vor 15 Jahren in den richtigen Clubs als schick. Es geht stets darum, sich auszukennen und zu überraschen.

Gala: Wäre das Leben besser, wenn es mehr Genussmenschen gäbe?

Sack: Wir arbeiten daran.

Gala: Wie findet man seinen eigenen Stil heraus?

Sac:k Der Regisseur Baz Luhrman sagt: "Tu jeden Tag etwas, das dir Angst macht." Als ich für eine Werbekampagne von H&M ein Blümchenkleid trug, war das eine kleine Befreiung.

Gala: Deine wichtigste Stilregel?

Sack: Zieh' dich immer so an, dass du gern mit dir selbst schlafen würdest.