Spraytanning
© Corbis Spraytanning

Spraytanning Sommerteint aus der Sprühpistole

Sonne, Solarium, Selbstbräuner - es gibt viele Arten, braun zu werden. Doch auch Spraytanning ist auf dem Vormarsch. Zwei Gala.de-Redakteurinnen machten den Selbstversuch

Nur mit einem Höschen bekleidet stehe ich in einem kleinen Zelt. Nein, ich habe nicht durch übermäßigen Alkoholgenuss auf irgendeinem Festival die Orientierung und meine Kleidung verloren, sondern befinde mich in der Hamburger Calla Beautylounge, wo ich gleich mein erstes Spraytanning erleben werde. In den USA und Großbritannien ist diese Art des Bräunens längst populär. Bei uns kennen einige wenige vielleicht den Namen Jimmy Coco - das ist der Mann, der jedes Jahr die "Victoria's Secret"-Engel vor ihrem großen Auftritt besprühen darf.

Zurück zu mir, zurück ins Zelt: Meine Hand- und Fußflächen reibe ich mit einer gelartigen Substanz ein, die verhindern soll, dass diese Bereiche sich braun verfärben. Dann legt Abigail, so der Name der Dame, die mich einfärbt, los: Mit einer Airbrush-Pistole sprüht sie erst ein Peeling auf, das die Haut von abgestorbenen Hautzellen und Creme-Resten befreit. Dann kommt die Bräune - in meinem Fall neun Prozent Karamell. Hört sich gut an - und sieht hoffentlich später auch so aus! Ich breite die Arme aus und spüre, wie sich der feine Nebel auf meinen Körper klebt. Abigail, gebürtige Britin, zeigt vollen Körpereinsatz. In ihrem feinen Etuikleidchen und den High Heels geht sie immer wieder in die Knie, um mich ganz gleichmäßig zu besprühen. "Wonderful, this is going to be a real nice tan. Allright honey, now turn around."

Jetzt ist mein Rücken an der Reihe. Dann die linke Seite - ich mache einen Ausfallschritt, damit auch die Innenseiten meiner Schenkel optimal gebräunt werden. Das gleiche auf der anderen Seite. Nun meine Hände - eine Stelle, die im Selbstbräuner-Selbstversuch gerne mal fleckig wird. Abigail animiert mich, meine Finger wie Krallen anzuspannen, damit sie mit ihrer Pistole auch die verwinkelsten Rillen erwischt. Anschließend muss ich die Luft anhalten und durch die Nase ausatmen, während mir der Sprühnebel ins Gesicht weht. "Great darling, we're done", höre ich Abigail sagen. Fertig! Nach rund 20 Minuten ist alles vorbei und ich kann mich direkt wieder anziehen.

Ein erster Blick in den Spiegel überrascht mich: Ich sehe aus, als hätte ich einen Kurzurlaub an der Küste verbracht. Leicht gebräunt, ein frischer Teint - kein bisschen künstlich. Auch der Geruch ist angenehm dezent und erinnert in keinster Weise an die penetranten Düfte herkömmlicher Selbstbräuner.

Abigail beim Spraytanning

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