Valeria Lukyanova
© twitter.com/i/#!/Val_Lukyanova Valeria Lukyanova

Schönheits-OPs Nicht von dieser Welt

Im Internet ist sie als "lebende Barbie" bereits ein Star. Jetzt will die Ukrainerin Valeria Lukyanova auch die Wirklichkeit erobern

Nein, das auf dem Bild

links oben ist keine Puppe, auch das Ausmaß der Bearbeitung mit Grafikprogrammen ist nicht größer als bei solchen Shootings üblich. Diese verstörend künstliche Figur gehört zu - beziehungsweise ist - Valeria Lukyanova, 21, aus Odessa. Bis vor Kurzem war die "Human Barbie" vor allem ein Internetphänomen, das langsam von der Ukraine über Russland in den Westen schwappte.

Valeria Lukyanova zeigt sich auch mit dezentem Make-up.
© twitter.com/i/#!/Val_LukyanovaValeria Lukyanova zeigt sich auch mal mit dezentem Make-up.

Nun ist sie, so sieht es aus, in der analogen Wirklichkeit angekommen. Das "V Magazine" veröffentlichte gerade eine Produktion mit der "lebenden Puppe". Fotograf Sebastian Faena erklärt Valeria gegenüber GALA so: "Sie ist schön, eine Rebellin. Es war ein Vergnügen, jemanden zu fotografieren, der so eine Passion für sein Aussehen hat." Die hat Valeria wirklich: "Ich bin froh, unecht auszusehen", sagt sie im Interview. "Das bedeutet, dass ich einen guten Job mache." Zwar hat sich die Blonde mit dem Barbie- Body dafür auch operieren lassen (so opferte sie zwei Rippen für die Wespentaille), doch vor allem ist der Barbie-Look das Ergebnis stundenlangen Schminkens. Im Internet zeigt sie in etlichen Videos, wie aus einem relativ normal aussehenden Mädchen mittels Kontaktlinsen, Profi-Make-up, künstlicher Wimpern und Extensions eine artifizielle Erscheinung wird.

Diese Künstlichkeit bedeutet für Valeria Vollkommenheit. Kritik an ihrem Aussehen komme von Menschen, die nicht an ihrer eigenen Vollkommenheit arbeiteten und so ihre Untätigkeit rechtfertigen wollten.

Für Astralkörper und Puppengesicht muss Valeria Lukyanova viel tun. Aber das macht ihr nichts aus: Denn eine Kunstfigur zu sein, das bedeutet für sie Vollkommenheit
© twitter.com/i/#!/Val_LukyanovaFür Astralkörper und Puppengesicht muss Valeria Lukyanova viel tun. Aber das macht ihr nichts aus:Denn eine Kunstfigur zu sein, das bedeutet für sieVollkommenheit

Ihr kreatives Potenzial drückt Valeria unter dem Künstlernamen Amatué auch als Musikerin aus. Außerdem lehrt sie an der "School of Out-of-Body- Travel" die Kunst des Astralreisens. Dabei könne man den physischen Körper verlassen und mit dem spirituellen Körper das ganze Universum erkunden, erklärt sie im "V Magazine".

Dass Valeria Lukyanova ihren Körper bisweilen verlassen (und auch mal mehr als eine Tomate am Tag essen) möchte - es wäre ihr nicht zu verdenken. Eine große Modelkarriere aber scheint trotz des Starts im Fashion-Magazin "V" unwahrscheinlich: Dafür müsste sie am Ausdruck arbeiten, wie Heidi Klum sagen würde.