Interview: Dr. Sonja Sattler

Anti-Ageing mit minimalinvasiven Methoden

Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston scheinen nicht zu altern. Doch wie gelingt es ihnen, über Jahrzehnte eine jugendliche Haut beizubehalten, ohne dabei operiert auszusehen? GALA fragt bei einer Expertin nach

Interview: Dr. Sonja Sattler: Anti-Ageing mit minimalinvasiven Methoden

Faltenfrei ohne Skalpell

Einigen Hollywood-Stars wie oder auch ist deutlich anzusehen, dass ein Skalpell an ihrem Gesicht war. Plötzlich veränderte Gesichtszüge, ganz so, als wären sie nicht mehr sie selbst.

Diese Art der Schönheitskorrekturen sind allerdings aus der Mode. Der Trend liegt ganz klar bei minimalinvasiven Methoden, um Fältchen, Augenringe, Tränensäcke oder auch Aknenarben loszuwerden, ohne dabei wie ein ganz anderer Mensch auszusehen. und Hyaluron sind dabei die bekanntesten Methoden.

Von ihrer natürlichen Schönheit, die Ende der Neunzigerjahre das Kinopublikum verzauberte, ist Meg Ryan kaum etwas geblieben. Seit Jahren wundern sich die Fans schon, was sich die Schauspielerin antut. Sie dementiert zwar jeglichen Schönheitseingriff, bei der Tony-Verleihung 2016 spricht ihr Gesicht jedoch Bände.

Meg Ryan ist kaum wiederzuerkennen. Schuld daran sind nicht gelungene Schönheitsoperationen mit dem Skalpell.

Wie kommt es, dass ein Star wie noch so jung aussieht? Und das mit bereits 47 Jahren.

Aniston selbst sagt in Interviews, sie würde lediglich UV-Strahlen meiden, viel trinken und machen. Die üblichen Antworten, wenn Stars nach ihrem Jungbrunnen gefragt werden. Nur einen Beauty-Eingriff hat die Schauspielerin zugegeben: Ihre Nasenkorrektur. Ob Jennifer Aniston mit minimalinvasiven Methoden der Hautalterung vorbeugt, hat sie nicht verraten. Richtig sehen kann man es nicht und genau darin liegt die Kunst von gut gelungenen Minimal-Eingriffen.

GALA sprach mit der Expertin Dr. Sonja Sattler aus der BELLARI in Hamburg über minimalinvasive Methoden und wie sich Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston so umwerfend jung halten, ohne dass man irgendeinen operativen Eingriff sehen kann.

So halten sich Hollywood-Stars jung

"Das eine sind die kleinen Behandlungen, aber es ist schon ein Gesamtpaket. Gerade die jüngeren Hollywood-Stars, die gut aussehen, haben sich nie unters Messer gelegt. Ein Skalpell schneidet auch immer Dinge durch und das führt zu einer Narbe. Neben der ästhetischen Dauerbetreuung (ca. zweimal im Jahr) mit einem seriösen, vorsichtigen Arzt, machen sie mit dem Laser vielleicht mal einen Fleck oder ein Äderchen weg.

Ansonsten machen sie sicherlich viel Sport, sie wissen, dass sie viel schlafen müssen. Sie können Schauspieler ganz klar in zwei Gruppen trennen. Die einen, die viel feiern und Alkohol trinken, was man ihnen auch ansieht und die sich dann eher unters Messer legen und noch ungewöhnlicher aussehen.

Und dann gibt es die, die es früh verstanden haben. Ich sehe es auch an der jüngeren Generation. Mein Sohn würde nie auf den Tennisplatz gehen, ohne sich vorher einzucremen. Das haben wir alle damals nicht gemacht, denn es war ja schick, braun zu sein. Meine Tochter ist 17 Jahre alt und passt auf sich auf, was das UV-Licht betrifft, macht Sport und hat genug Schlaf. Man achtet mehr auf sich selbst und das machen die Schauspieler, die gut aussehen, auch.

Minimalinvasive Behandlungen, die unauffällig verjüngen

"Hyaluron sehen sie nicht. Wenn sie häufig mal eine Skinboost-Behandlung, ähnlich einer Mesotherapie, mit Hyaluronsäure durchführen lassen, wird ihre Haut dauerdurchfeuchtet sein.

Stars nutzen auch Geräte wie Ultherapy (mikrofokussierter Ultraschall zur natürlichen Hautverjüngung) in einem Intervall von neun bis zwölf Monaten. Sie können danach wieder ganz normal arbeiten gehen, ohne danach rot auszusehen. Damit kann man sogar unerwünschte (Hänge-) Bäckchen liften, was erst nach drei bis sechs Monaten sichtbar wird. Das machen sehr viele. Wenn sie lediglich ihr eigenens Gewebe straffen, ohne zu schneiden, dann sehen sie auch weiterhin aus wie sie selbst, sie werden sich nicht verändern. Für die Erhaltung der Individualität ist Ultherapy das beste Gerät."

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

Gut, wirklich natürlich war der Look von "Baywatch"-Star Pamela Anderson nie. Im Jahr 2000 hatte sie aber wenigstens noch sympathische Züge und ein natürliches Lachen.
Eine Frau, ein Look: Pamela Anderson 2012 mit ihren typischen Markenzeichen. Auftoupierte, blonde Mähne, stark akzentuierte Smokey-Eyes und die Haut kräftig gebräunt.
Bei den Filmfestspielen in Cannes 2017 erschreckt Kult-Playmate Pamela Anderson dagegen Fans und Fotografen mit ihrem "neuen" Look. Glanzstellen weisen auf massiven Botoxeinsatz hin, doch vor allem die Mimik der Amerikanerin hat keinerlei Ähnlichkeit mehr mit ihrem früheren Ich.
An der Seite ihres damaligen Ehemannes Lothar Matthäus sieht Liliana Nova 2007 noch natürlich und hübsch aus. Das aufstrebende Model zeigt sich gern mit perfektem Make-up und in Glamourroben.

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Die moderne Art der Unterspritzung

"Das Hylaruron in die Einzelfalte zu spritzen, wie wir es früher immer gemacht haben, ist heutzutage wirklich nur noch das Finish. Am liebsten habe ich es bei älteren Patienten, wenn sie ein altes Bild von sich mitbringen. So wie sie sich früher gerne gemocht haben. Dann sieht man sich die Gesichtsform an und die negativen Aspekte.

Die deutsche Frau ist nämlich sehr aufgeräumt, sie möchte nicht anders aussehen. Sie möchte einfach nur altersentsprechend attraktiv sein. Dementsprechend können sie dann behandeln. Wir geben häufig nicht nur Volumen zurück, sondern können durch den Einsatz bestimmter Injektionstechniken einen Lifteffekt erzeugen. Dann brauchen sie nur ganz wenig und haben einen Straffungseffekt. Wenn sie unten alles nur auffüllen wollen, dann werden sie zum Schimpansen."

Botox und Hyaluron zur Falten-Vorbeugung

"Wenn sie mit Botolinum regelmäßig behandeln, z.B eine Zornesfalte, dann wird sich diese nie ausprägen.

Wenn sie Hylauronsäure, die sich langsamer abgebaut, ab und an mal wie ein Polster dazwischen setzen, dann haben sie dort immer einen Wasserspeicher. Zweimal im Jahr angewandt, werden sie immer besser als ihre Freundin aussehen. Manch einer hat es genetisch besser getroffen, wenn er genug Unterfettgewebe unter der Haut hat. Andere sind von Natur aus etwas hagerer und diese Patienten müssen dann früher anfangen und auch öfter kommen."

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