Nail York
© Corbis Nail York

Gala Style Welcome to Nail York

Jin Soon und Ji Baek gehören zu den besten Nageldesignern im Maniküre-Mekka Manhattan. In den unzähligen Salons der US-Metropole genießen (nicht nur) VIP-Hände Starstatus

Sie tun es während der Lunch-Break

. Zwischen Gassigehen und Großeinkauf, mit Freundinnen beim abendlichen Cosmopolitan. Und natürlich tun sie derweil, was Frauen sonst auch tun: Sie reden über Gott und die Welt und lästern über Männer.

In keiner anderen Metropole der Welt aber lassen die Damen dabei so emsig am perfekten Look ihrer Nägel feilen. Das sieht man so nur in Manhattan. Das Nagelstudio. Der Ort, der in den meisten mitteleuropäischen Hirnen Bilder von langweiligen Luxusweibchen und heimblondierten Solariumjunkies heraufbeschwört, ist für New Yorkerinnen das Maniküre-Mekka. In jeder kleinen Seitenstraße von der Bronx bis zur Upper East Side massieren meist asiatische Expertinnen die Hände und lackieren die Nägel ihrer Kundschaft. Für umgerechnet fünf Euro bieten die kleinen Läden das schnelle Pflegeprogramm, für eine Handvoll Dollar mehr steht die "Mani-Pedi" auf dem Programm - die Hand- und Fußpflege im Doppelpack.

Ob Karriere-Girl oder Kassiererin: Die US-Amerikanerin entwickelt schon als Teenie eine regelrechte Maniküre-Manie. Nagelstylisten wie Jin Soon (Jin Soon Natural Hand and Foot Spa) oder Ji Baek (Rescue Nail Spa) genießen Starstatus. Nur sie definieren, ob lange Nägel noch feminin-elegant oder schon ordinäre Krallen sind. Wer im neunten Stockwerk des Nobelkaufhauses Bergdorf Goodman im eleganten Salon von John Barrett einen Maniküre-Termin bei Ludmilla erfragt, bucht nicht selten ein Jahr im Voraus. Nail-Artists (Nagel-Künstler) heißen hier die Kollegen der Haarstylisten. Zu Recht: Wer die einfache Maniküre zu 21 Euro wählt, geht mit perfekt verwöhnten Händen aus dem Haus. Wer kann, schmeißt eine Beauty-Party: Für 112 Euro pro Gast genießen acht bis zwölf Gleichgesinnte zur Maniküre ein Haar- und Make-up-Styling, Champagner und Hors d’oeuvres, den Blick auf den Central Park gibt's inklusive.

Dashing Diva
© PRDashing Diva

Steht einem der Sinn eher nach lässigen Cocktails und quietsch-pinkem Ambiente, ist Dashing Diva die Adresse der Wahl. Freunde künstlicher Nägel kommen bei mehr als 100 Modellen auf ihre Kosten, ebenso wie Anhänger pflegender Peelings und ausgiebiger Handmassagen (Tipp: die "Diva Day Spa Manicure" für 26 Euro). Und die unter Achtjährigen werden mit einer "Little Diva Manicure" auf Kurs gebracht. Vergleichsweise schlicht geht es bei "Eve" in Greenwich Village zu. Trotzdem kann es während der Neun-Euro-Maniküre passieren, dass die Finger in warmem Seesalzwasser dümpeln und plötzlich Liv Tyler oder Sarah Jessica Parker auf den Nachbarstuhl sinken.

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