Fashion Week Berlin

Kein bisschen Retro

Glänzend, frisch und jugendlich: So sollte das Make-up der Models für Michalskys Stylenite in Berlin aussehen. Das Team von Max Factor hat diesen Look perfekt umgesetzt

Stephan Schmied

Stephan Schmied

Während die Temperaturen vor dem Berliner Tempodrom immer weiter ansteigen, laufen auch Backstage die Vorbereitungen heiß: Da wird gepudert, gekämmt und gesprüht, was das Zeug hält. Für das Make-up der "Michalsky Stylenite" war auch diesmal wieder das Team von verantwortlich. Top-Visagist erklärt im Interview, wie er & Co. in Szene gesetzt hat.

Wie wurde das Motto für die Show im Make-up aufgegriffen?

Wir haben uns mit dem ganzen Team vor zwei Monaten getroffen und uns darauf geeinigt, dass das Make-up sehr sommerlich werden soll. Inspiriert ist das Ganze durch oder Paloma Picasso Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Alles wurde aber sehr modern umgesetzt, denn wir wollten keinen Retrolook. Das Wichtigste ist dabei der Glow, denn er macht das Make-up jung und frisch. Wir haben ihn mit einem Topcoat erzielt, der normalerweise als Finish auf die Lippen kommt, um sie zu versiegeln. Er wird erst ganz zum Schluss über das ganze Auge verteilt. So schauen die Augen dann aus, als wären sie nass.

Wie macht man das Make-up im Sommer hitzebeständig?

Wichtig ist, dass man wenig Puder benutzt. Denn Puder und Schweiß vertragen sich nicht gut. Außerdem sollte man wasserfeste Produkte benutzten und darauf achten, nicht zu viel Make-up aufzutragen. Cremerouge, Lipgloss und wasserfeste Mascara reichen oft schon.

Die Show von Michael Michalsky greift das Thema Tier- und Umweltschutz auf. Ist dieses Thema auch in der Kosmetik ein Thema?

Generell ist das ein Riesenthema. Ich glaube, jede Kosmetikfirma entwickelt sich gerade in diese grüne Richtung. Schließlich ist das ja nicht nur wichtig für unsere Erde, sondern auch für die Konsumentin. Jeder liest sich mittlerweile ja auch Inhaltsstoffe auf einer Verpackung durch. Und ich glaube, je weniger man die Leute zuschminkt, desto hübscher wird man auch.

Max Factor Make-up Artist Stephan Schmied betont die Lippen von Model Toni Garrn mit eienm kräftigen Rot.

Max Factor Make-up Artist Stephan Schmied betont die Lippen von Model Toni Garrn mit einem kräftigen Rot.

Was halten Sie von Trends wie Wimpernextensions, die in der letzten Zeit speziell bei den Stars ein immer größeres Thema geworden sind?

Ich selber verwende Wimpernextensions nicht, weil die Härchen mit einem speziellen Kleber angebracht werden müssen. Aber zu manchen Shows sind einzelne künstliche Wimpern schon hilfreich, wenn man einen speziellen Look erzielen möchte. Ansonsten haben wir von Max Factor auch Volumen-Mascaras, die einen ähnlichen Look erzielen. Kleben tue ich aber sehr wenig und nur dann, wenn jemand sehr kurze Haare hat.

Was ist diesen Sommer Trend in Sachen Make-up?

Trend ist ganz einfach keine harten Linien zu machen. Alles sollte weich aussehen und einen schönen Übergang haben. Bei den Farben kann man aber immer variieren. Von Türkis bis Gold, Bronze oder Braun - es sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man einen dunklen Hautton hat, kann man ruhig kräftigere Farben verwenden. Das Make-up sollte aber immer leicht, frisch und auf die Persönlichkeit abgestimmt sein.

Sie werden oft bei großen Schauen als Make-up Artist engagiert, wodurch unterscheidet sich diese Show von anderen?

Durch gar nichts. Die Stylenite ist eine Topshow mit internationalem Format und tollen Models wie Toni Garrn, die auch in Paris auf der Fahionweek mitlaufen.

Gibt es ein Model, das Sie besonders gerne schminken?

Fashion Week Berlin

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Mit Toni Garrn ist es schon immer toll. Das ist jetzt schon der dritte Job für mich mit ihr. Aber das wird ja leider in Zukunft weniger werden da sie nach New York zieht. Ansonsten würde ich gerne mal mit Iris Strubegger arbeiten. Und bin ich nach wie vor ein großer Fan von . Eine Britin, die es mir wirklich angetan hat.

Andrea Zernial

Für die Show wurden die Haare der Models streng zurückgegelt.

Für die Show wurden die Haare der Models vom Wella-Professionals-Team streng zurückgegelt.

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