Eva Green stellt ein neues Parfüm vor
© Freitext Eva Green stellt ein neues Parfüm vor

Beauty-Trend Märchenhafte Inszenierung

Die Schauspielerin Eva Green reiht sich nach prominenten Gesichtern wie Sharon Stone, Charlize Theron und Monica Bellucci elegant in die Riege der prominenten Dior-Botschafterinnen ein

Weltweite Aufmerksamkeit erregte sie in dem Film "Königreich der Himmel" von Ridley Scott an der Seite von Orlando Bloom und Liam Neeson. 2006 gelang es ihr, als erstes Bondgirl Geheimagent 007 das Herz zu brechen. Als Ergänzung zur Schauspielerei komponiert sie Filmmusik, wobei ihr ihre Klavierausbildung zugute kommt. Für das französische Couture-Haus Dior schlüpfte sie jetzt in eine märchenhafte Rolle: Als Protagonistin für das neue Parfum "Midnight Poison" verkörpert sie eine moderne Cinderella. Kreativkopf und Chefdesigner John Galliano lieferte die Inspiration und ein tiefblaues Traumkleid, Star-Regisseur Wong Kar Wai schuf dazu einen atemberaubenden Werbespot mit Eva Green in der Hauptrolle.

Die Schauspielerin Eva Green
© Kate BarryDie Schauspielerin Eva Green

Gala: Unter der Federführung von Dior-Designer John Galliano leihen Sie dem Parfum "Midnight Poison" Ihr Gesicht. Wie war die Zusammenarbeit mit Galliano?

Wahnsinn. Ich liebe seine verrückten Fantasien, seinen Humor und die Grenzüberschreitungen innerhalb der Mode. Er erfindet sich in jeder Minute neu und hat diese seltene Gabe, seinen Gedanken wirklich freien Lauf zu lassen. Galliano erklärte mir seine Idee zu dem Spot: Er wollte eine düstere, sinnlichere Variante der ursprünglichen Cinderella-Story erzählen.

Gala: Er hat Sie dabei trotzdem sehr romantisch und elegant in Szene gesetzt. Entspricht das auch Ihrer eigenen Natur?

Irgendwie schon. Privat bin ich verträumt und erfinde eigene Charaktere und Figuren. Wenn ich schauspielere, fühle ich mich frei. In meinen Rollen kenne ich keine Grenzen.

Gala: Die künstlerischen Gene liegen wohl in der Familie. Schon Ihre Mutter Marlène Jobert hat in den Sechzigerjahren in Filmen von Jean-Luc Godard und Claude Chabrol Massen begeistert.

Vielleicht haben Sie recht. Obwohl meine Mutter ein ganz anderer Typ ist, sehr viel mehr instinktiv agiert und mit dem Kopf bei der Sache ist. Ich bin eher impulsiv und habe tendenziell eine unberechenbare Seite. Erzählen Sie uns etwas über Ihre Schauspielerei? Ich wollte schon immer spielen, um so viele Charaktere wie möglich darzustellen, wollte in andere Epochen, Länder und Welten reisen. Ich lernte in London, bis ich meinen Durchbruch mit Bertoluccis Film "The Dreamers" hatte. John Galliano wurde dann durch Ridley Scott auf mich aufmerksam, mit dem ich "Königreich der Himmel" drehte. Abgesehen davon, dass ich es liebe, Filme zu drehen und anzuschauen, lese und studiere ich Rollen gerne. Und ich bin fasziniert von Geschichte. Was ich am meisten schätze: Wenn ich beim Spielen beginne, mit dem Charakter zu verschmelzen. Das ist übrigens damit zu vergleichen, wie ich Gallianos Arbeit erlebt habe.

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