Kirsten Stewart und Megan Fox
© Getty Images Kirsten Stewart und Megan Fox

Anti-Aging-Methoden Die 20er

Pralle Haut, rosiger Teint - diesen Idealzustand gilt es zu erhalten. Neue, zellaktive Cremes machen Power

What's new?

Dass Sonne Falten macht, ist bekannt. Doch inzwischen lernen wir immer mehr über die Folgen von Sonneneinstrahlung für die Haut. "Falten sind Sonnennarben", fasst Dr. Paolo Giacomoni, Leiter der Clinique-Forschungsabteilung die Erkenntnisse zusammen. Direktes, grelles Tageslicht zieht die Haut auf etwa 20 verschiedene Arten in Mitleidenschaft. Unmittelbar, indem das UV-Licht die DNA schädigt, und langfristig, weil die Strahlung im Körper Prozesse auslöst, welche die Haut von innen heraus altern lassen.

So unterschiedlich kann man mit Sonne umgehen: Die Schauspielerin Megan Fox, 24, gönnt sich ganzjährig einen Urlaubsteint, während Kristen Stewart, 20 (l.), - passend zu ihrer Rolle in "Twilight" - lieber blass bleibt.
© Getty ImagesSo unterschiedlich kann man mit Sonne umgehen: Die Schauspielerin Megan Fox, 24, gönnt sich ganzjährig einen Urlaubsteint, während Kristen Stewart, 20 (l.) - passend zu ihrer Rolle in "Twilight" - lieber blass bleibt.

Der Umweltmediziner Prof. Jean Krutmann nennt den Prozess einen Teufelskreis. Er hat bewiesen, dass lange nach einer Bestrahlung die Zahl der DNA-Mutationen besonders hoch ist - offenbar entstehen dabei Stoffe, die in der Summe die Haut mehr stressen als das eigentliche Sonnenbad. Diese Vorgänge zu stoppen, ist jetzt das große Ziel der Forscher.

Für eine schöne 20-Jährige mit Pfirsichhaut bedeutet das, bei jedem Spaziergang und erst recht beim Sonnenbad noch gewissenhafter an den Schutz zu denken. "Die Falte, die Sie als 40-Jährige sehen, wurde vor 20 Jahren angelegt", mahnt Giacomoni. Einig sind sich Dermatologen und Kosmetikforscher darin, dass der ganzjährige UVA-Schutz bei der Faltenprävention eine zentrale Rolle spielt.

Für dauerhafte junge und frische Haut ist die richtige Pflege ganz wichtig.
© PRFür dauerhafte junge und frische Haut ist die richtige Pflege ganz wichtig.

1. Das ölfreie "Mineral-Beauty-Serum" enthält Fruchtsäuren und Proteine, die junge Haut erfrischen. Von Ahava, 30 ml, ca. 40 Euro; 2. Augenpflege "Age Control" mit Extrakten aus grünem Tee und Aloe Vera. Von Claire Fischer, 15 ml, ca. 20 Euro; 3. "Normaderm"- Tagespflege gegen Hautunreinheiten und Glanz und für mehr Feuchtigkeit. Von Vichy, 50 ml, ca. 18 Euro; 4. Die Tagespflege "VitaZing SPF 15" vitalisiert und schützt mittels Ginseng und anderen Bio-Boostern. Von Origins, 50 ml, ca. 35 Euro.

Der Experte

Dr. Stefan Duve, Dermatologe, Haut- und Laserzentrum München:

Botox kann auch für junge Haut durchaus sinnvoll sein, allerdings nur bei einer Patientengruppe. Ich empfehle es präventiv Menschen, die sehr viel Mimik haben und sehr nervös sind. Es gibt Leute, die sogar im Schlaf permanent die Stirn runzeln. Hier kann man eine Botox-Behandlung befürworten, weil sie die Entstehung von Falten verhindert. Aber wenn es um kleine, gar nicht wahrnehmbare Fältchen geht, dann rate ich ganz jungen Patienten eher zu einem leichten Peeling.

Gegen Pigmentflecken hilft die Creme "Pigment Regulator" (30 ml, ca. 85 Euro) mit Pflanzenextrakten und einem Peeling-Komplex.
© PRGegen Pigmentflecken hilft die Creme "Pigment Regulator" (30 ml, ca. 85 Euro) mit Pflanzenextrakten und einem Peeling-Komplex.

Anti-Aging-News

Gegen Pigmentflecken halfen bisher starke Peelings, der Laser-Treatments – und Hydrochinon, ein umstrittener Wirkstoff, der bei uns nicht zugelassen ist. Ab Oktober bietet SkinCeuticals eine Alternative: Die Creme "Pigment Regulator" (30 ml, ca. 85 Euro) mit Pflanzenextrakten und einem Peeling-Komplex erzielt Ergebnisse, die mit einem Hydrochinon-Präparat mithalten können.

Die Parfümeriekette Douglas hat in einer Online-Umfrage von mehr als 22.000 Usern Antwort auf die Frage bekommen, ob ihr gefühltes Alter ihrem kalendarischen entspricht. Fast zwei Drittel sagten: Ich fühle mich jünger. Männer schenkten sich im Schnitt sieben Jahre, Frauen zogen sich rund sechs Jahre ab. Der Trendforscher Peter Wippermann geht bei seinen Überlegungen über die Generation "Silver Sex" sogar noch weiter: Er sagt, dass die heute 50-Jährigen sich in ihrem Lebensstil eher wie 35-Jährige verhalten.