Anti-Aging

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Eine schöne Haut wie Jennifer Aniston? Die ästhetische Dermatologie macht vieles möglich. Die effektivsten Methoden im Überblick

Jennifer Aniston

Schön sein und schön bleiben

Seit Kosmetik und Dermatologie zur "Medizinkosmetik" verschmolzen sind, haben sich viele Hautarztpraxen in Dayspas und Schönheitstempel verwandelt, in denen Dermatologen und Kosmetikerinnen Hand in Hand arbeiten. Unter der Überschrift "Ästhetische Dermatologie" werden hier minimalinvasive Eingriffe wie Filler, Laser oder Botox ebenso angeboten wie pflegende Hightech-Treatments, die nicht nur auf, sondern auch in der Haut wirken. "Es gibt kaum noch Grenzen zwischen Medizin und Kosmetik", erklärt Prof. Volker Steinkraus vom Dermatologikum in Hamburg. Und meint damit die hohe Effektivität der neuen Behandlungen und die Tatsache, dass der regelmäßige Botox-Piks für viele längst zur Beauty-Routine geworden ist. "Ich sehe eine große Zunahme und Akzeptanz", bestätigt auch Dr. Stefan Duve vom Haut- und Laserzentrum in München.

Wir haben genau recherchiert, was die einzelnen Methoden wirklich können, welche Risiken sie mitbringen, was sie kosten - und wann man sich am besten nach einem passenden Termin erkundigen sollte. Nämlich jetzt! Das einzige bleibende Risiko, das bei den meisten Behandlungen besteht, ist der nachlässige Umgang mit der Sonne. Deshalb sind die lichtarmen Monate im Herbst und Winter die beste Zeit, um sich intensiv mit dem Thema Schönheit zu befassen.

Laser & Kaltlaser
Die Lasertherapie zählt zu den gefragtesten Behandlungen. Per Kaltlaser wird Hyaluronsäure in die Haut geschleust und vernetzt, um den Teint zu erfrischen und feine Linien zu glätten. Der Einsatz von heißen Laserblitzen lässt Pigmentflecken und tiefere Falten zuverlässig verschwinden, ist allerdings schmerzhaft und verursacht kurzfristig Verschorfungen.
Kosten: individuell, z. B. 50 Euro für einen Pigmentfleck, 250 Euro für eine Anti-Falten-Behandlung mit dem Kaltlaser.

Hyaluronsäure
Die körpereigene Substanz dient der Haut als Feuchtigkeitsspeicher und ist verantwortlich für Spannkraft und Jugendlichkeit. Mit dem Älterwerden fährt der Körper die Eigenproduktion herunter und die Elastizität der Haut lässt nach. Per Injektion kann Hyaluronsäure wieder aufgefüllt werden, und zwar ganz gezielt und in gewünschter Konsistenz: Mit dickflüssiger Säure wird etwa eine Nasolabialfalte (reicht von den Nasenflügeln bis zum Mundwinkel) ausgeglichen, die flüssigere Version lässt feine Linien wie Lippenfältchen verschwinden. Je nach Stoffwechsel baut der Körper die Säure in 8 bis 12 Monaten wieder ab.
Kosten: ab 300 Euro.

Liquid Lifting
Sogenannte "Filler" - gelartige Substanzen wie Hyaluronsäure oder Kollagen, die eigentlich partiell unter die Haut gespritzt werden, um einzelne Falten anzuheben, werden hier großflächig eingesetzt, um das Absinken des Bindewebes auszugleichen. Risiken und Nebenwirkungen: Es können sich Knötchen bilden, der Filler wird sichtbar. Deshalb raten Experten von permanenten Fillern aus körperfremdem Material, das nicht abgebaut werden kann, unbedingt ab.
Kosten: sehr individuell, ab ca. 250 Euro.

Radiofrequenz
Hochfrequenz-Wellen gelten als wirksame Behandlungsmethode gegen Narben, Falten und vergrößerte Poren sowie zur Verbesserung des Haut- und Unterhautfettgewebes. Radiowellen erzeugen elektromagnetische Schwingungen in der Haut - der dadurch ausgelöste Wärmeeffekt regt die Heilungs- und Erneuerungsreaktion der Haut an. Neu entwickelte Radiofrequenzmethoden gehen einen Schritt weiter: Hierbei werden kleine Gewebeverletzungen in der Haut forciert, die den Wundheilungsprozess und die Kollagenproduktion anregen. Risiken und Nebenwirkungen: kurzzeitige Rötungen und leichte Schorfbildung.
Kosten: je nach Größe des zu behandelnden Areals ab 300 Euro, sichtbare Ergebnisse liefern zwei bis drei Behandlungen im Abstand von vier Wochen.

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Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

Vor gut zehn Jahren wirkte das Gesicht der hübschen Schwimmerin noch sehr viel echter. In der Augenpartie finden sich bei der 28-jährigen Charlène mehr Falten, als heute. Auch ihre Lippen wirken schmaler, als auf aktuellen Bildern. Die vielen Auftritte in der Öffentlichkeit und die ständigen Vergleiche mit Grace Kelly scheinen einen Druck auf sie auszulösen, dem sie mit den Jahren nicht mehr standhalten konnte. 
Bei einem Auftritt auf der Tribüne des "IAAF Diamond League Meeting" in Monaco wirkt das Gesicht der Fürstin sehr maskenartig. Besonders der Wangen- und Lippenbereich wirkt ungewöhnlich prall. Dazu kommt der starre Blick in die Ferne - von der Leichtigkeit und jungen Frische der zweifachen Mutter ist nicht mehr viel geblieben. 
Als Patricia Blanco 2015 ins Dschungelcamp einzieht, hat sie stark blondiertes Haar und noch einige Kilos mehr auf den Rippen. In den folgenden Jahren startete sie einen richtigen OP-Marathon und ließ ihr Äußeres stark verändern. 
Dank einer Magen-Bypass-Operation schaffte Patricia es, 56 Kilo abzunehmen. Anfang 2016 präsentierte sie stolz in knappen Outfits ihre neu erschlankte Silhuette und eine deutlich natürlichere Haarfarbe. 

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Beauty-Looks

Zeitlos schön

Julia Roberts 1989 und 2012: Wilde Mähne udnbüschige Augenbrauen - das Styling von Julia Roberts war in den Achtziger Jahren nat
Sharon Stone 1989 und 2012: Auch Sharon Stone präsentierte sich früher mit Lockenpracht und setzte ihre Augen mit Kajal in Szene
Cindy Crawford 1990 und 2012: Das Gesicht des Models sieht mit den Jahren immer markanter aus und auch ein paar Falten tun der S
Claudia Schiffer 1990 und 2012: Kaum zu glauben, dass zwischen diesen Bildern zwölf Jahre liegen: Claudia Schiffer wirkt noch im

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Hydra-Facial
Spezielle Behandlungsaufsätze machen das "Hydradermabrasionsverfahren" zu einem 3-in-1-Treatment: Gleichzeitig mit der Dermabrasion, die die Hautoberfläche reinigt und von abgestorbenen Zellen befreit, werden hoch konzentrierte, antioxidative Seren tief in die Haut eingeschleust.
Das Ergebnis: ein nachhaltig durchfeuchteter, vitalisierter und strahlender Teint. Risiken: keine! Kosten: ab ca. 175 Euro.

Fett-weg-Spritze
Per "Lipolyse" können Pölsterchen am Körper und im Gesicht eliminiert werden. Doppelkinn oder Hängebäckchen sind die typischen Zonen, die der Injektion zum Opfer fallen: Der aus Sojabohnen gewonnene Wirkstoff Phosphatidylcholin zersetzt die Fettzellenbestandteile in der Haut und löst sie so auf, dass sie über die Leber abgebaut werden können.
Risiken und Nebenwirkungen: kurzfristige Rötungen und Schwellungen. Wie viel Fett sich auflöst, ist individuell. Kosten: ab 300 Euro, je nach Größe des zu behandelnden Areals.

Jet-Peel
In Überschallgeschwindigkeit wird die Haut von mikroskopisch kleinen Düsen mit Sauerstoff beschossen, der tief in die Dermis eindringt. Die Haut wird abgetragen, gekühlt und sehr gut durchblutet, was sie besonders aufnahmebereit für Wirkstoffe wie Vitamine und Hyaluronsäure macht. Die kommen danach zum Einsatz. Risiken und Nebenwirkungen: keine. Kosten: ab 90 Euro.

Microneedling
Auch "Derma-Akupunktur" genannt: Mit sterilen, hauchfeinen Titaniumnadeln werden kleine Verletzungen im Gewebe verursacht, die die Reparatur- und Wachstums-Funktionen sowie die Kollagenproduktion in der Haut anregen sollen. Kurzfristig können Schwellungen, Rötungen und Verschorfungen auftreten, danach zeigt sich frische, glatte Haut. Kosten: ab 280 Euro.

Botox
Botulinumtoxin – der unangefochtene Bestseller in der ästhetischen Dermatologie feierte gerade sein zehntes Jubiläum und erlebt eine leichte Richtungsänderung in seiner Verwendung. Zunächst als Allheilmittel gegen das Älterwerden gepriesen, war das Nervengift, das in extremer Verdünnung in die Gesichtsmuskeln gespritzt wird, verantwortlich für die maskenhaften "Frozen Faces" auf den roten Teppichen der Welt. Heute wird mit der Substanz, die ursprünglich (in viel höherer Konzentration) gegen Kopfschmerzen und krankhaftes Schielen eingesetzt wurde, bewusster umgegangen. Eher sanfte Korrekturen im Stirn- und Augenfaltenbereich, die immer auch ein wenig Bewegung zulassen, oder das Anheben des Brauenbogens sind die Einsatzgebiete im Gesicht. Zudem wird Botox erfolgreich therapeutisch gegen übermäßige Schweißdrüsenaktivität eingesetzt. Ein weiterer Vorteil: "Botox wird seit 20 Jahren in Studien erforscht und kann inzwischen als ziemlich sicher eingestuft werden", sagt Prof. Steinkraus.
Risiken: Die lähmende Spritze gehört in die Hand erfahrener Dermatologen, denn: "Es gibt immer mehr Nachahmerprodukte und schlecht ausgebildete Behandler", warnt Dr. Duve.
Kosten: ab 200 Euro, Haltbarkeit: 6 bis 8 Monate.

Chemical Peeling:
Pigmentstörungen, ein unregelmäßiges Hautbild oder ein gewünschter Anti-Aging-Effekt sind die häufigsten Indikationen für Säure-Peelings. Je nach Substanz und Konzentration wirken diese unterschiedlich tief. Eine sanfte Säurebehandlung ist im Gegensatz zu mechanischen, abrasiven Methoden auch für sehr empfindliche Haut geeignet. Während der Behandlung mit Frucht- oder Salicylsäuren wird die obere Hornschicht der Haut entfernt. Die Poren werden verfeinert, der Grauschleier verschwindet und der Teint erhält seinen natürlichen "Glow" zurück. Bei hoher Behandlungsintensität können sogar Fältchen und Aknenarben gemindert werden.
Kosten: je nach Wirkstoff, ab 200 Euro. Für sichtbare Ergebnisse empfehlen sich mehrere Sitzungen im Abstand von zehn Tagen. Da mit der Hornschicht auch die schützende Lichtschwiele der Haut abgetragen wird, sollten die Behandlungen im Herbst oder Winter erfolgen, danach muss für mehrere Wochen ein sehr hoher UV-Schutz zum Einsatz kommen.

Microdermabrasion
Bei dem mechanischen Peeling wird die Hornschicht mit feinsten Kristallen sanft abgeschliffen. Die Hautoberfläche erscheint danach glatt und strahlend, die Bildung neuer Zellen und der hauteigene Regenerationsprozess werden angeregt. Danach unbedingt UV-Schutz verwenden. Nicht geeignet für sehr dünne Haut! Kosten: ab ca. 80 Euro.

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