Angela Lindvall
© WireImage.com Angela Lindvall

Angela Lindvall Total geerdet

Wer glaubt, dass Models sich nicht gern die Hände schmutzig machen, sollte Angela Lindvall kennenlernen

Ein Scout entdeckte sie in Kansas City,

als sie 14 war. Seitdem steht Angela Lindvall für die berühmtesten Labels vor der Kamera, ist bei den großen Fashionshows zu sehen. Die Branche schätzt besonders ihre strahlende Natürlichkeit. Jetzt wurde die Amerikanerin zum Testimonial des DKNY-Dufts "Pure".

Sommersprossen, blaue Augen: Angela Lindvall, 31. Im Mittleren Westen aufgewachsen, lebt die zweifache Mutter heute nahe Los Angeles.
© Getty ImagesSommersprossen, blaue Augen: Angela Lindvall, 31. Im Mittleren Westen aufgewachsen, lebt die zweifache Mutter heute nahe Los Angeles.

Was verbinden Sie mit dem Begriff Purismus?

Purismus heißt, die vielen kleinen Momente zu erkennen, die unser Leben so wertvoll machen. Zum Bei­spiel, wenn ich Zeit mit meinen Söhnen Sebastian und Dakota verbringe. Außer­dem ist es für mich "pur", in der Natur zu sein.

Was genau machen Sie in der Natur?

Ich wandere und schwimme gern. Klettern mag ich auch. Und ich mache draußen Yoga.

Haben Sie Tipps für den Schutz der Natur?

Ich bin generell dafür, nicht so viel zu konsumieren. Man sollte sich für Produkte entscheiden, die lange halten. Das kann zum Beispiel auch heißen: Eine Louis-Vuitton-Tasche ist ein grüner Kauf, denn man kann sie den Enkeln vererben.

Wie sehen Sie das große Thema Recycling?

Müll ist mein kleinstes Problem, weil ich alle Lebensmittelabfälle kompostiere.

Es heißt, Sie seien Vegetarierin ...

Ich war es, zwei Jahre lang. Dann habe ich wieder angefangen Fleisch zu essen, aber sehr bewusst. Ich esse es vielleicht einmal pro Woche und nur, wenn ich weiß, dass dem Futter der Tiere keine Hormone zugesetzt wurden. Wenn alle Menschen bewusster Fleisch essen würden, hätte das einen großen Einfluss.

Pflanzen Sie selbst Gemüse an?

Ja. Im Winter habe ich Grün- und Weiß­kohl und Bohnen angebaut. Jetzt beginne ich mit der Sommersaat.

Was gefällt Ihnen am Gärtnern?

Ich liebe es, mich dreckig zu machen und dann die Dinge wachsen zu sehen. Ich fühle mich der Erde sehr verbunden, wenn ich meine Hände in den Boden hineingrabe. Und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass der Kompost hilft, neuen Samen keimen zu lassen. Dieser Kreis­lauf ist eine Metapher für das Leben. Alles, was man blühen sehen will, muss man nähren und lieben. Und es beginnt immer mit einem Samenkorn, das man pflegen muss, bevor man die Früchte seiner Arbeit ernten kann.

Julide Tanriverdi