Jonathan Rhys Meyers
© Getty Jonathan Rhys Meyers

Beauty Trend Eitel? Na klar!

Jonathan Rhys Meyers findet, dass Männer gut riechen sollten. Er macht's vor: als Gesicht für eine neue Duftkampagne

Spätestens seit dem Woody-Allen-Film "Match Point"

geht er einem nicht mehr aus dem Kopf. Den großen Durchbruch hatte der irische Schauspieler mit "Velvet Goldmine". Im Frühjahr begeisterte er in der amerikanischen TV-Serie "The Tudors" als Heinrich VIII. - als Sexsymbol inszeniert in Leggins und Puffärmeln.

Im wirklichen Leben ist er kleiner als erwartet. Stilsicher gekleidet mit einer gut geschnittenen schwarzen Jacke und in die Stiefel gesteckten Jeans. Jonathan Rhys Meyers erinnert an einen Lebemann, er ist attraktiv - lässig attraktiv. Man spürt seine Energie, und die Antworten sind manchmal so kurz und unverblümt, dass man lachen muss. Aber der Schauspieler zeigt auch eine sehr nachdenkliche Seite.

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GALA: Warum sind Düfte Ihrer Meinung nach wichtig für Männer?

Weil Männer riechen! (lacht) Ich denke, Männer wollen attraktiv sein und müssen zunehmend darauf achten, wie sie auftreten - und riechen! Frauen stehen unter dem großen Druck, dünn sein zu müssen, so oder so aussehen zu müssen, und für Männer ist es nicht anders: Sie sollen zum Beispiel muskulöser sein oder was auch immer, und ein guter Duft ist Teil ihrer Wirkung. Heutzutage ist das nicht mehr nur für Frauen wichtig. Die Grenzen sind viel fließender.

GALA: Was ist Ihr liebster Geruch?

Dieser frische Duft, wenn man direkt aus der Dusche kommt. Sauber zu riechen, sich sauber zu fühlen – das ist sehr wichtig für mich. Genauso wie frische Luft. Das ist der beste Geruch der Welt.

GALA: Welches ist der erste Duft, an den Sie sich erinnern können?

Der von Zigaretten und Schnaps! Ich bin in Irland aufgewachsen. Und vielleicht noch das Kohlenmonoxyd der Autos.

GALA: Würden Sie sich selbst als eitel bezeichnen?

Na klar!

GALA: Sie sagen, dass Sauberkeit eine große Rolle in Ihrem Leben spielt. Sind Sie auch eine ordentliche Person?

Ja. Ich mag keine Unordnung und kein Durcheinander. Ich mag es minimalistisch, wenn nichts herumliegt. Begehbare Kleiderschränke sind die beste Erfindung. Man kann einfach die Türen schließen. Meine Freundin hat mir beigebracht, nasse Handtücher nicht einfach auf den Boden zu werfen. (lacht) Ich glaube, Männern muss so etwas wirklich beigebracht werden.

GALA: Hatten Sie als kleiner Junge einen Helden als Vorbild?

Bruce Lee. Helden sind sehr motivierend. Wir sind nicht wie unsere Helden, aber wir können versuchen, so zu sein wie sie. Bruce Lee war genial. Er hatte einen Außenseiter-Status, aber er konnte kämpfen und hat am Ende gewonnen. Er konnte Leute zusammenschlagen! (grinst)

GALA: Einen Schauspieler, den Sie wirklich bewundern?

Peter O’Toole. Ein unglaublicher Schauspieler.