Angelina Jolie + Brad Pitt

Das Traumpaar scheitert in "By the Sea"

Für "By the Sea" schrieb Angelina Jolie das Drehbuch, produzierte, führte Regie und stand mit Brad Pitt vor der Kamera. Diese Omnipräsenz hat dem Film nicht gut getan

Brad Pitt, Angelina Jolie

Der Film "By the Sea" ist ein sehr persönliches Werk von Angelina Jolie. Obwohl die Schauspielerin immer wieder in Interviews betont, dass sie hofft, dass die Zuschauer das Ehepaar auf der Leinwand nicht mit ihr und Brad Pitt verwechseln werden.

Ihr drittes Regiewerk

Trotzdem überließ Angelina Jolie nichts dem Zufall. Sie schrieb das Drehbuch, produzierte den Film, führte Regie und begab sich nach über zehn jahren wieder zusammen mit Ehemann Brad Pitt vor die Kamera. Die Außenwirkung dieses Films war ihr somit sehr bewusst.

Eins vorweg: Die Frau hat ein Auge für Inszenierungen. Das Setting des über zwei Stunden langen Films ist wunderschön. Traumhafte Landschaftsaufnahmen, Kleider, Accessoires und Autos, die mit ihrem Retro-Charme ein cooles Image bilden und eine nahezu perfekte Maskerade ihrer Figur.

Angelina Jolie und Brad Pitt

Eine "sehr, sehr stabile" Ehe

31.10.2015

Natürlich ist das Filmpaar nicht mit den Hollywood-Stars Angelina Jolie und Brad Pitt zu vergleichen. Trotzdem wäre Angelina Jolie besser beraten gewesen, wenn sie die Rolle des Künstlerpaares, das vor den Trümmern einer einst großen Liebe steht, mit anderen Schauspielerin besetzt hätte. So wird der Film von zwei Hollywoodgrößen und ihrem Image überstrahlt oder in diesem Fall leider überschattet.

Bei dieser Omnipräsenz fehlt es dem Film dann an Raum für etwas sehr Wichtigem: Leichtigkeit und Herz. "By the Sea" wirkt zu gewollt, zu angestrengt.

Unmodernes Frauenbild

Auch Angelinas Anlehnung an den Film der 70er Jahre scheitert. Die selbstzerstörerische, aber selbstbestimmte Stimmung kommt bei ihrem Film nicht rüber. Das liegt leider auch an dem Frauenbild, das Angelina mit ihrer Figur zeichnet. Es wirkt antiquiert und weltfremd.

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Das ist ihr Familienalbum

12. Juli 2017  Heute dreht sich nicht alles um die Sonne, sondern um den Pluto. Und nein, das hat nichts mit einem Phänomen im Universum zu tun. Vielmehr geht es um Vivienne Jolie-Pitt, die mit einer witzigen Mütze in Form von Mickey Maus' Hund durch Disneyland läuft und gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Knox ihren neunten Geburtstag feiert.
Mit dabei sind natürlich auch Mama Angelina und die Geschwister der beiden. Achja, und eine Horde Nannys und Bodyguards. Nicht mit von der Partie ist hingegen Papa Brad. Es ist der erste Geburtstag, den die Zwillinge ohne ihren Vater verbringen.
Der Spaßfaktor hat darunter allerdings nicht zu leiden. Besonders im Kettenkarussell herrscht ausgelassene Stimmung.
... darf Shiloh im Doppel-Sessel mit Mama Angelina Platz nehmen.

107

Und so verkommt der Film zu einer Leinwand. Hübsch anzusehen, aber nach 15 Minuten hat man sich satt gesehen. Einzig und allein das andere Paar dieses Ehespiels sorgt für ein wenig Leichtigkeit. Brilliant spielt die Französin Mélanie Laurent, die man vor allem aus dem Film "Inglorious Basterds" kennt, das weibliche Pendant zu Angelinas Rolle.

Höhepunkt als Message

Der Film nimmt einen dramatischen Höhepunkt ein, als man endlich erfährt, warum diese Ehe kurz vor dem Scheitern steht und da kann man sich dann doch nicht vor der Verschmelzung der realen Person und der fiktiven Figur schützen. Es ist, als hätte Angelina diesen Film als Sprachrohr gewählt, um aller Welt zu zeigen, dass sie, trotz ihrer Krankheitsgeschichte, der operativen Entfernung ihrer Eierstöcke und der doppelten Mastektomie noch immer eine Frau ist, die von ihrem Publikum geliebt werden will.

Wer jedoch so überperformt, um Liebe zu bekommen, wird oft genau deshalb mit Ignoranz bestraft.

Der Film "By the Sea" startet am 10.Dezember in den deutschen Kinos.

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